FDP-Fraktion kritisiert skandalöse Informationspolitik zur neuen Schulordnung
Hitzing: "Böse Überraschung zum Schuljahresbeginn"
Die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert das Verfahren zur Veröffentlichung der zum 01. August 2011 in Kraft tretenden neuen Schulordnung. Die Antworten des Kultusministeriums auf die in der Plenarsitzung am Mittwoch gestellten Mündlichen Anfragen aus der FDP-Fraktion offenbarten, dass sich die Thüringer Schüler und Eltern selbst mit den neuen Regelungen vertraut machen müssen.
Die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Franka Hitzing, zeigte sich entsetzt über die Informationspolitik des Ministers. "Da bricht die Landesregierung eine Bildungsreform übers Knie, schafft teilweise die Versetzungsentscheidungen ab und führt Gemeinschaftsschulen in Thüringen ein. Und die betroffenen Eltern und Schüler sollen sich dann selbst darüber informieren. Ich finde diesen Umgang mit den Leidtragenden des ideologisch geprägten Reformeifers des Kultusministers skandalös", sagte Hitzing im Anschluss an die Sitzung. Nun sei klar, dass alle von der FDP-Fraktion geäußerten Bedenken bei der Umsetzung auf taube Ohren im Ministerium gestoßen seien. "Ein solches Projekt funktioniert nur, wenn alle Beteiligten auch über den verordneten neuen Schulalltag informiert werden. Schüler und Eltern werden sonst zum Schuljahresbeginn eine böse Überraschung erleben, wenn das Leistungsprinzip wie geplant sukzessive aus der Schule entfernt wird. Wir sind enttäuscht über die Ignoranz des Ministers", so Hitzing abschließend.Pressemitteilung Nr.: 295-11 / Erfurt, 07.07.2011

