FDP-Fraktion kritisiert Blockadehaltung der Landesregierung
Hitzing: "Gemeinsame Prüfungsaufgaben wären guter Anfang"
Die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag kritisiert die Ankündigung des Thüringer Kultusministers, an Bildungskooperationen mit anderen Bundesländern nicht teilzunehmen. Seine durch den MDR THÜRINGEN veröffentlichte Stellungnahme zum Vorhaben der Länder Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern, gemeinsame Prüfungsaufgaben anzubieten, verrate seinen Kirchturmblick in der Sache.
"Wir brauchen die Kooperation mit anderen Bundesländern und können uns nicht einer Zusammenarbeit über Staatsverträge verweigern. Wer das tut, verursacht die Entstehung einer Bildungsinsel Thüringen", sagte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Franka Hitzing.Es sei unklar, was daran falsch sei, länderübergreifend Bildungsstandards zu vereinbaren. Eine solche Maßnahme sorge für eine Vergleichbarkeit der Abschlusszeugnisse und sichere endlich gleiche Startbedingungen der Absolventen beim Start ins Berufsleben zu. "Herr Matschie kann da nicht warten, bis sich 15 der 16 Länder einig sind. Er muss dafür sorgen, dass Thüringen bei einer Initiative der leistungsstarken Bundesländer dabei ist und die Standards mit setzt", sagte Hitzing weiter. Kontraproduktiv sei in diesem Zusammenhang seine passive Haltung, nicht aber wie von ihm behauptet die Initiative zur länderübergreifenden Zusammenarbeit, sagte die Abgeordnete abschließend.
Pressemitteilung Nr.: 300-11 / Erfurt, 08.07.2011

