FDP-Fraktion fordert offene Debatte um den neuen Hochschulentwicklungsplan
Hitzing: "Studierende müssen dazu gehört werden"
Die FDP-Fraktion im Thüringer Landtag fordert die Landesregierung auf, die strategische Neuausrichtung der Thüringer Hochschullandschaft nicht über die Köpfe der Studierenden hinweg vorzunehmen. "Jeder Hochschulstandort im Freistaat hat seine ganz besonderen Vorzüge, die im neuen Hochschulentwicklungsplan berücksichtigt werden müssen. Dazu müssen auch die Studierenden angehört werden", sagte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag.
In einer ersten Bilanz ihrer Hochschulbereisung zeigte sich die Abgeordnete beeindruckt vom Engagement der studentischen Vertretungen der Fachhochschulen und Universitäten: "Dort wird konstruktiv die wichtige Aufgabe der Interessenvertretung wahrgenommen, durch die viele studentische Probleme überhaupt erst auf die Tagesordnung kommen."Alle Studierenden einer Hochschule würden nach dem Hochschulgesetz durch den Studierendenrat vertreten und finanzierten diesen auch gemeinsam. So komme den Studierendenräten die wichtige Aufgabe zu, im Dialog mit den Vertretern aller Fachgebiete eine gemeinsame Position zu formulieren und nach außen zu vertreten. Aus der Antwort auf eine Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag geht hervor, dass den Studierendenräten je Semester zwischen 3,60 Euro und 8,80 Euro aus dem Semesterbeitrag jedes Studierenden zur Verfügung gestellt würden. "Da kommen teils sechsstellige Beträge je Semester zusammen, die verantwortungsvoll eingesetzt werden müssen, um dem akademischen Nachwuchs eine gewichtige Stimme zu verleihen", sagte Hitzing weiter.
Nach der Ankündigung einer neuen Hochschulrahmenvereinbarung, welche die Finanzierung der Thüringer Hochschulen ab dem Jahr 2012 regelt, müsse die Landesregierung nun in die offene Debatte um einen aktuellen Hochschulentwicklungsplan einsteigen. "Die Hochschulen und die Studierenden müssen wissen, wo es hingehen soll.“ Der Plan müsse allen Beteiligten Klarheit darüber geben, welcher Fächer an welchem Standort eine Zukunft haben. Nur so kann die geforderte Profilbildung umgesetzt werden", stellt Hitzing fest. Gleichzeitig dürfe dabei niemand übergangen werden, um einen gemeinsam getragenen Konsens herzustellen, mahnt sie abschließend.
Pressemitteilung Nr.: 317-11 / Erfurt, 22.07.2011

