Hitzing: "Hochschulen brauchen mehr internationale Studierende"
"Thüringen ist ein weltoffenes Land. Das sollte sich auch der Zusammensetzung der Studierendenschaft widerspiegeln", fordert die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Franka Hitzing. Nach dem gestern vom Deutschen Akademischen Austauschdienst und dem HIS-Institut für Hochschulforschung veröffentlichten Report "Wissenschaft weltoffen 2011" nehmen die Thüringer Hochschulen beim Anteil ausländischer Studierender mit 7,1 Prozent im bundesweiten Vergleich den vorletzten Platz ein.
Die Attraktivität der Thüringer Hochschulen habe sich bis auf wenige Ausnahmen anscheinend nicht über die Landesgrenzen hinaus herumsprechen können. "Thüringen profitiert überhaupt nicht von der entstandenen Mobilität der Studierenden", ist Hitzing enttäuscht. Die FDP-Bildungsexpertin erkennt hierfür in der Landesregierung aber bislang kein Problembewusstsein. "Die Landesregierung muss endlich aktiv werden, um Studierende aus dem Ausland anzuwerben. Wer hier sein Studium absolviert, entscheidet sich vielleicht auch für Thüringen als Lebensmittelpunkt". Dieses Potential müsse man nutzen, mahnt Hitzing.
Davon, dass die Thüringer Hochschulen über eigene attraktive Profile verfügen, konnte sie sich in den vergangenen Wochen vor Ort überzeugen. Im Rahmen ihrer hochschulpolitischen Reise hat sie fast alle privaten und staatlichen Hochschulen in Thüringen besucht. "In Thüringen findet jeder den passenden Studiengang. Das muss auch die Landesregierung weitertragen", mahnt Hitzing abschließend.
Pressemitteilung Nr.: 326-11 / Erfurt, 29.07.2011