Hitzing: "Ideologisch motivierte Erpressung der Theater- und Orchester"
"Die Verhandlungen über die Finanzierung der Theater und Orchester in Thüringen führt die Landesregierung anscheinend einseitig im Auftrag der Gewerkschaften durch," kritisiert die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag, Franka Hitzing. "Minister Matschie erpresst aus ideologischen Motiven die Häuser in skandalöser Art und Weise.
Er zwingt sie zur Abkehr von Haustarifverträgen und nötigt sie damit, mehr Geld auszugeben. Aber an den Kosten beteiligt er sich überhaupt nicht", erläutert Hitzing die prekäre Situation. Mit diesem Vorgehen gefährde der Minister die Existenz der kulturellen Vielfalt in Thüringen. "Hier will sich ein sozialdemokratischer Minister für sein Klientel mit fremden Federn schmücken, denn die Einsparleistungen sollen andere erbringen" fügt Hitzing an. Natürlich habe jeder ein berechtigtes Interesse daran, dass die Beschäftigten der Theater und Orchester eine gerechte Bezahlung erhielten. Diese sei durch die bestehenden Haustarife im Rahmen der Möglichkeiten jedoch ausgehandelt worden. Wer nun anstelle der Haustarife die Anwendung des Flächentarifs mit Zwang durchsetze, greife einseitig zugunsten der Macht der Gewerkschaften in die Tarifautonomie ein. "Der SPD-Minister betreibt ganz offensichtlich auf dem Rücken der Theater und Orchester im Freistaat Klientelpolitik zu einem hohen Preis. Die Häuser haben das Geld nicht und werden möglicherweise Stellen einsparen müssen. Ob dann ein Weiterbetrieb überhaupt noch möglich ist, scheint dem Minister völlig egal zu sein" fasst Hitzing abschließend zusammen.