FDP-Fraktion lehnt Schnüffelsoftware an Thüringer Schulen ab
Hitzing: "Minister Matschie unterstellt Lehrern Abspeichern illegaler Inhalte"
"Minister Matschie kann nicht einfach die Verlage in die Thüringer Schulen einladen und ihnen dort die Inhalte aller Computerfestplatten zur Verfügung stellen. Das öffnet dem Missbrauch von dort nachvollziehbaren personenbezogenen Daten der Schüler, Lehrer und Eltern Tür und Tor", warnt Hitzing. "Außerdem muss jetzt jeder Lehrer empfindliche Strafen fürchten, wenn er zur Vorbereitung des Unterrichtes Inhalte aus Schulbüchern auf seinem Dienstcomputer verwendet. Wenn Minister Matschie dieses Vorgehen konsequent weiterfolgt, wird er demnächst vielleicht die privaten Bücherregale auf illegale Kopien durchsuchen lassen", zeigt sich die FDP-Bildungsexpertin über diese Entwicklung besorgt. Sollten die Verlage Urheberrechtsverletzungen an den Schulen vermuten, solle man sich an die Gerichte wenden. "Hier will ein Minister Staatsanwalt spielen und ordnet Durchsuchungen an, für die die Rechtssprechung zuständig ist," ergänzt die Abgeordnete abschließend.
Pressemitteilung Nr.: 474-11 / Erfurt, 02.11.2011

