FDP-Bildungsexpertin fordert Verbesserung des Schulobstprogrammes

Hitzing: "Note vier minus - gerade noch ausreichend"

"Dem Thüringer Schulobstprogramm kann man gerade noch so eine vier geben", stellt die Bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion Franka Hitzing fest. Eigentlich sollten alle Schülerinnen und Schüler an Grund- und Förderschulen mit frischem Obst und Gemüse versorgt werden. Tatsächlich hätten in den beiden letzten Schuljahren aber nur etwa die Hälfte der Schulen am EU-Schulobstprogramm teilgenommen.  Dies habe die Antwort auf eine entsprechende Anfrage Hitzings ergeben. Im Saale-Holzland-Kreis etwa wurde seit August die kostenlose Schulobstportion nur noch einmal pro Woche ausgegeben, weil das Geld beim Land nicht für alle Anträge gereicht habe. Im Schuljahr 2010/2011 standen hierfür insgesamt rund 800.000 Euro zur Verfügung. "Und davon wurden drei Viertel aus Fördermitteln der EU finanziert", erinnert Hitzing. Die Forderung des Landes nach weiteren EU-Mitteln sei nicht nachvollziehbar: "Die Landesregierung kann ihre Verantwortung nicht immer auf andere abwälzen. Die Zuschüsse der EU sind eine Unterstützung und nicht die Lösung", ist Hitzing verärgert. Da sei das Bedauern des Thüringer Gesundheitsministeriums mit Wünschen nach einer weiteren Aufstockung der EU-Mittel fehl am Platz. Die Landesregierung müsse die Verwaltungsabläufe für das Schulobstprogramm vereinfachen, die Eltern und die Schulen informieren und die gesunden Nahrungsmittelangebote auf weitere Altersstufen in vorschulischen und schulischen Einrichtungen erweitern, fordert Hitzing.
"Notwendig zur Gewöhnung an gesunde Ernährung sind tägliche Obst- und Gemüseangebote in schulischen Einrichtungen. Das gilt über die Grundschule hinaus", weiß  die Lehrerin Hitzing aus Erfahrung.

Pressemitteilung Nr.: 480-11 / Erfurt, 04.11.2011

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