Keine Alternative zur sozialen Marktwirtschaft
Zuversichtlich und ohne Bezüge zu dem guten Abschneiden der Landes-FDP in Hessen beginnt die Nordhäuser Kreis-FDP das Wahljahr 2009. In der „Kostbar“ traf man sich zum Neujahrsempfang und entwickelte seine Vorstellungen, die Thema des folgenden nnz-Berichtes sind.

Ohne Bezugnahme zu den bisher erlebten Neujahrsempfängen hatten sie doch etwas gemeinsam: die gewählten Räumlichkeiten erwiesen sich als zu beengt, um eine aufgelockerte Atmosphäre aufkommen zu lassen und zu kommunizieren.
Es herrschte drangvolle Enge, als Kreisvorsitzender Claus Peter Roßberg das Event eröffnete und Mitglieder sowie zahlreiche Gäste begrüßte. Unter anderen den Festredner, FDP-Landesvorsitzenden Niedersachsen, Dr. Philipp Rösler (MdL), Landrat Joachim Claus, FH-Präsident Prof. Jörg Wagner, Dr. Nils Neu als Vertreter des NUV, Vertreter verschiedener Parteien, unter denen sich neben Norbert Klodt (CDU) auch Rainer Bachmann vom Vorstand der LINKEN befand, der mit einem ansehnlichen Gefolge der Einladung gefolgt war. Und last but not least Dompfarrer Richard Hentrich.
Nach dieser Einführung trat die stellvertretende Landesvorsitzende Franka Hitzing ans Rednerpult und vermittelte einen Überblick über die Vorstellungen, mit denen die Landes-FDP versuchen wird, bei den Thüringer Landtagswahlen am 30.08 09 den Sprung ins Parlament zu schaffen. Ganz grundsätzlich wurde aus ihren Ausführungen deutlich, dass die Bildung mit dem Anspruch der Nachhaltigkeit, also tragend für die individuelle fernere gesellschaftliche und berufliche Zukunft, einer der bedeutendsten Schwerpunkte ist und sein wird.
Das klang auch in der Ansprache Dr. Röslers an, der auch designierter Wirtschaftsminister seines Landes ist. Seine Rede begann er etwas überraschend mit dem Vorzeigen zweier Horoskope, eines der Bundeskanzlerin zugeordnet, während das zweite die persönliche Perspektive Claus Peter Roßbergs für dieses Wahljahr prognostizierte. Immerhin mit bedenkenswerten Aspekten, auch ohne diese unmittelbare Bezugnahme.
In unkonventioneller Form und freier Rede ging Rösler er nur kurz auf das außerordentlich günstige Abschneiden der FDP bei der Hessenwahl ein, um danach auf das Thema des Abends "Aufbruch 2009 " Neue Bürgerlichkeit" einzugehen. In dem die Bildung mit ihrem unmittelbaren Zusammenhang von Elternhaus und Schule einen vorderen Platz einnahm. Rösler beklagte, dass dieses Zusammenwirken zunehmend zu Lasten der Bildungsstätten gehe, weil Elternhäuser vielfach ihre Erziehungs- und Bildungsaufgaben nicht mehr wahrnehmen, oder ihnen nicht mehr gewachsen sind.
Hauptanliegen Röslers aber war, seinen Zuhörern die Aufgaben, aber auch Grenzen im Verhältnis von Staat und Gesellschaft zu veranschaulichen. Und damit die Grundsätze der FDP zu verdeutlichen nach der Prämisse: Soviel Freiheit wie möglich " soviel Staat wie nötig. Die soziale Marktwirtschaft, in der dem Staat lediglich die Aufgabe zukommt, den Ordnungsrahmen der Wirtschaft vorzugeben, ist und bleibt nach Überzeugung Röslers nach wie vor das tragende Wirtschaftssystem in der Bundesrepublik, der damit die grundsätzliche Auffassung der FDP unter die Zuhörer trug. Und sich dabei auch nicht scheute, diese Auffassung den politisch anders Orientierten anzuempfehlen.
Der große Beifall als Reaktion auf die Ansprache Röslers ließ erkennen, dass er damit bei den Zuhörern "angekommen" war. Nach dem Dank und der Überreichung des schon obligatorischen Präsents mit Blumengebinde durch Claus Peter Roßberg nahm die Veranstaltung einen geselligen weiteren Verlauf, sofern es die Teilnehmer nicht vorzogen, der herrschenden Enge zu entfliehen.
Quelle: nnz

